Evangelisch im Bayerischen Wald

Ostern 2017

Ostermorgen, kurz nach 5 Uhr: Als die Besucher der Osternachtsfeier zum Gottesdienst kommen, hat das Ehepaar Attenberger bereits das Osterfeuer vor der Matthäuskirche angezündet.

Der Kirchenraum war zunächst noch abgedunkelt. Nach den Bibeltexten aus dem Alten und dem Neuen Testament griff Pfarrerin Kathrin Nagel eine Geschichte von Elias Canetti auf, in der Jeder Mensch sein geburts- und Sterbetag kennt, sein Name ist die Anzahl der Lebensjahre, die er bei seiner Geburt vor sich hat. So blitzte dann immer wieder eine kleine Lampe an, die eine entsprechende Person anstrahlte.

Wie geht es dem Menschen mit diesem Wissen? Erst als ein Mann es Wagt, siech über dieses Wissen hinwegzusetzen, keimt Hoffnung auf... 

Nach der Osternachtsfeier kamen viele Gemeindeglieder noch zum Osterfrühstück zusammen, im Gemeindehaus wurde es richtig eng. Doch das ermunterte nur zu vielen Gesprächen.

Auch Menschen, die in Deutschland Asyl suchen waren zu Gast, wurden in Gespräche eingebunden und amüsierten sich über Osterbräuche in Deutschland.


Um 10 Uhr riefen die Glocken dann zum Familiengottesdienst. Im Altarraum war eine Türe aufgestellt worden.

Was ist hinter der Türe? Ein Blick durchs Schlüsselloch:

Hinter der Tür liegt einmal ein weiters Feld, ein anderes Kind sieht eine Familie um einen Tisch herum sitzen. "Eingeschlossen - ausgeschlossen", das war das Thema der Gottesdienstes, den Pfarrern Nagel mit ihrem Team vorbereitet hatte.

Und was war nun eigentlich hinter dieser Tür? Eine große schwere Kiste, die mit einer Kette und einem Schloss gesichert war. Der Kleinste versuchte als erster, die Kiste zu öffnen:

Davon ermutigt kam eine ganze Schar Kinder nach vorne, um mit Schlüssen auszuprobieren, ob das Schloss nicht zu öffnen wäre.

Schließlich gelang dies auch. Und was war drin in der Kiste? Nein, sie war nicht voll mit Ostereiern, wie wohl manches Kind gehofft hatte. Sie enthielt ein Licht, denn Jesus macht unsere Leben hell, und dieses Licht können wir weitergeben und mit vielen teilen.

 

Nach dem Gottesdienst gab es dann doch noch Ostereier, die allerdings erst einmal gesucht werden mussten...

(Fotos: Nagel, Zschacke)